An der Kreppe im früheren Glasscherbenviertel

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Vom Max-Weber-Platz kommend zweigt rechts von der Inneren Wiener Straße ein schmaler Durchgang ab, der über die „Kreppe“ zum Hofbräukeller führt. An der Kreppe lohnt sich ein Blick auf die auffallend niedrigen Häuser. Wir befinden uns in einem ehemaligen Herbergenviertel, ein klassisches Arme-Leute-Milieu ab Beginn des 19. Jahrhunderts. Bürger der Stadt München zu werden, ist damals teuer. Die Armen müssen draußen bleiben. Weil die Stadt viele Zuzügler aus dem ärmlichen Umland als Arbeitssuchende abweist, siedeln sich die Arbeitslosen in Dörfern vor den Toren der Stadt an. So auch in Haidhausen. Viele schlagen sich mit Diebstählen und Bettelei durch. Der Ruf der Vorstadt sinkt mehr und mehr. Im Volksmund heißt es: Unter drei Bettlern in München sind mindestes zwei Haidhauser! Mit der Industrialisierung des Münchner Ostens wird Wohnraum knapp und teuer, die  Einwohnerzahl explodiert von 6000 im Jahr 1850 auf mehr als 46000 im Jahr 1900. Haidhauser erklären Schuppen, Stallungen, Erker, Vorbauten und Speicherräume mit einer Deckenhöhe von nicht mal zwei Metern zu Herbergen und verkaufen sie. Kinderreichen Familien werden oft kleinste Buden mit weniger als 20 Quadratmetern zu Höchstpreisen angeboten...

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An der Kreppe im früheren Glasscherbenviertel

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